Wien - Der börsenotierte spanische Baukonzern FCC soll sich für einen Einstieg in die zweitgrößte heimische Baugruppe Alpine Mayreder interessieren. Dies berichten die "Oberösterreichischen Nachrichten" (OÖN) in ihrer Dienstagausgabe. Die Haupteigentümer der Alpine, die Familie Pappas, dementieren Verkaufsabsichten, bestätigen in der Zeitung aber, dass es mit den Spaniern Gespräche gibt, "aber nicht über einen Verkauf".

Die börsenotierte FCC, aus einer Fusion zweier Großfirmen aus Madrid und Barcelona 1992 entstanden, ist umsatzmäßig etwa so groß wie die Strabag SE und rund vier Mal so groß wie die Alpine-Gruppe. FCC beschäftigt weltweit 60.000 Mitarbeiter erwirtschaftet aber nur knapp die Hälfte des Umsatzes (6,29 Mrd. Euro im Jahr 2004) im Baugeschäft. FCC ist auch in anderen Servicebereichen tätig, etwa bei der Müllabfuhr, Abwasser oder Transport. Zuletzt hat die FCC um 229 Millionen Euro auch die Abfall Service Austria (ASA) gekauft.

Die Alpine-Gruppe gehört zu zwei Dritteln der Privatstiftung der Familie Pappas, zu 20,73 Prozent Langzeit-Geschäftsführer Dietmar Aluta-Oltyan und seinem langjährigen Ko-Geschäftsführer Otto Mierl (12,6 Prozent). In Medienberichten werden der Familie Pappas schon seit Jahren (immer wieder dementierte) Verkaufsambitionen zugeschrieben.

"Kein Kommentar"

"Kein Kommentar", so lautete die kurze Stellungnahme von Alpine-Sprecher Harald Kohlberger zum möglichen Einstieg des FCC in die zweitgrößte heimische Baugruppe Alpine Mayreder. Nicht einmal die Frage, ob es Gespräche gebe, wollte der Unternehmenssprecher beantworten. Ein Dementi gab es aber auch nicht. (APA)