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Foto: apa/Robert Jäger
Helsinki - Fernsehen kann massive Schlafstörungen bei Kindern im Alter zwischen fünf und sechs Jahren hervorrufen. Insbesondere passives Fernsehen, also nebenbei laufende Programme, erhöhen die Schlafprobleme einer finnischen Studie zufolge deutlich.

Besonders negativ: mehr als zwei Stunden

Besonders schlecht schliefen Kinder in Familien, bei denen sie passiv mehr als täglich zwei Stunden einem laufenden Fernseher ausgesetzt waren, berichtet die Universität Helsinki. Zudem wirkten sich vor allem Erwachsenenprogramme wie Filme, Serien, Krimis und Magazine, deutlich negativ auf den Schlaf der Kinder aus.

Auswirkungen

Bei Kindern, die viel Programme für Erwachsene konsumierten, seien die Schlafstörungen in Form von unregelmäßigem Rhythmus, niedriger Dauer und häufigem Aufwachen auffällig hoch. Ein Team der Universität Helsinki hatte für die Studie 321 Familien in drei Großstädten mit jeweils mindestens einem TV-Apparat untersucht.

Im Durchschnitt waren die Fernseher in den untersuchten finnischen Familien 4,2 Stunden pro Tag angeschaltet. Die Kinder im Vorschulalter hatten eine aktive tägliche TV-Zeit von 1,4 Stunden. Die gleiche Dauer waren sie passiv Programmen ausgesetzt, die sie selbst nicht anschauen wollten. Bei 21 Prozent der Familien hatten die Kinder jeweils einen Fernsehapparat im eigenen Zimmer. (APA/dpa)