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Als "Brückenbauer in einem vereinbarten Europa" bezeichnet Bildungsministerin Gehrer den Wiener Rektor.

Foto: apa/Techt
Wien - Der Rektor der Universität Wien und Präsident des Dachverbands der europäischen Universitäten, Georg Winckler (62), ist am Montag mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet worden. Der Wirtschaftswissenschafter steht seit sechs Jahren an der Spitze der größten Hochschule des Landes und gilt als eine der treibenden Kräfte für die Universitätsreform, die die Hochschulen ab 1. Jänner 2004 zu autonomen, vollrechtsfähigen Einrichtungen gemacht hat.

"Brückenbauer"

Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V) bezeichnete Winckler in einer Aussendung als "Österreichs Brückenbauer in einem vereinten Europa". Er habe die Uni Wien "im internationalen Wissenschaftswettbewerb als angesehene Forschungs- und Lehreinrichtung positioniert". Dank seines Engagements stehe diese "international gut da, die Bologna-Ziele werden vorbildlich umgesetzt".

Assistent und Gastprofessor

Winckler wurde am 27. September 1943 in Ostrau (Ostrava) im heutigen Tschechien geboren, ging in der Steiermark bzw. in Deutschland in die Schule und studierte an der Uni Wien sowie in Princeton. Seine akademische Karriere führte konsequent von der Halbtagskraft am Wirtschaftsforschungsinstitut über eine Uni-Assistentenstelle bis zur ordentlichen Professur für Volkswirtschaftstheorie und Volkswirtschaftspolitik am Institut für Wirtschaftswissenschaften der Uni Wien. Daneben sammelte er als Gastprofessor Erfahrung an zahlreichen anderen Universitäten, etwa an der Universite Fribourg (Schweiz) sowie an der Georgetown University in Washington D.C.. Seine fachlichen Schwerpunkte sind die monetäre Ökonomie, die europäische Währungsintegration sowie Makroökonomie.

Europäische Hochschulvertretung

Seit dem Jahr 2000 fungiert Winckler als Rektor der Universität Wien. Darüber hinaus stand er von 2000 bis Ende März 2005 an der Spitze der Österreichischen Rektorenkonferenz (ÖRK). Dieses Amt legte er zurück, als er zum Präsidenten des Dachverbands der europäischen Universitäten (European University Association, EUA), dem höchsten europäischen Hochschulvertretungsorgan, gewählt wurde. (APA)