Bild nicht mehr verfügbar.

Mitbringsel wie Weinreben, selbst Weinblätter sind nicht erlaubt

Foto: APA/ Peter Roggenthin

Wien - Experten waren vor der Einfuhr von Pflanzen und Blumen aus Nicht-EU-Ländern. Gerade in der Urlaubszeit werden allerlei Gewächse bedenkenlos mit nach Hause gebracht, dabei ist die Einfuhr vieler Pflanzen nach Österreich verboten. Wer sich nicht daran hält, gefährdet einheimische Arten und riskiert Unannehmlichkeiten beim Zoll, wart der Amtliche Österreichische Pflanzenschutzdienst an der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES).

Schädlinge

Immer wieder geraten ganze Lebensräume durch eingeschleppte Organismen durcheinander. Die Neuankömmlinge bringen oft Schälinge mit, die keine natürlichen Feinde haben oder die Pflanzen vermehren sich selbst entsprechend ungehemmt. Oft sind es nicht einmal die Pflanzen selbst, welche Probleme bereiten. Blinde Passagiere auf den Gewächsen können sich als gefährliche Schadorganismen entpuppen, welche dann kaum oder gar nicht zu bekämpfen sind.

Verbotene Pflanzen

Beliebte, aber verbotene Beispiele sind laut den Experten etwa Mitbringsel wie Zitrusbäumchen (auch Zweige), Weinreben (Achtung: auch Blätter) oder Phoenixpalmen aus Marokko und Algerien. Kakteen, Orchideen und andere Pflanzen wie viele Schnittblumen müssen bei der Einfuhr eine offiziellen Gesundheitskontrolle durchlaufen. Die administrative Abwicklung ist aber mit hohen Kosten und Zeitaufwand verbunden, für Privatpersonen rechnet sich die Sache nicht, warnt die AGES.

Pflanzenliebende Touristen können sich bereits vor Antritt einer internationalen Reise über die gesetzlichen Bestimmungen informieren. Auskünfte erteilt der Amtliche Österreichische Pflanzenschutzdienst unter der Telefonnummer (direkt aus ganz Österreich ohne weitere Vorwahl) 050-555/33301 oder 33302. (APA)