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Tokio - Die Führung in Pjöngjang hat Japan aufgefordert, seine wegen der nordkoreanischen Raketentests verhängten Sanktionen wieder aufzuheben. Andernfalls werde Nordkorea mit "stärkeren physischen" Gegenmaßnahmen reagieren, drohte der nordkoreanische Diplomat Song Il-ho am Freitag laut der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo News.

"Stärkere physische Maßnahmen"

Japan habe seine Kritik in Sanktionen umgesetzt, sagte Song demnach einer Gruppe von Journalisten in Pjöngjang. "Das könnte uns dazu zwingen, stärkere physische Maßnahmen zu ergreifen."

In Reaktion auf die jüngsten nordkoreanischen Raketentests hatte Tokio seine Truppen in Alarmbereitschaft versetzt, nordkoreanische Diplomaten zu unerwünschten Personen erklärt und bis auf weiteres Charterflug- und Fährverbindungen ausgesetzt.

Nordkorea hat angeblich weitere Taepodong-2-Rakete in Testanlage

Nordkorea hat nach südkoreanischen Angaben möglicherweise eine weitere Langstreckenrakete vom Typ Taepodong-2 zu einer Testanlage an der Ostküste gebracht. Der südkoreanische Verteidigungsminister Yoon Kwang Ung wies jedoch am Donnerstag in Seoul Spekulationen über einen unmittelbar bevorstehenden Start zurück. Nordkorea hatte in den vergangenen Tagen insgesamt sieben Raketen getestet, darunter eine Taepodong-2. Diese war jedoch nach 40 Sekunden abgestürzt. (APA/Red)