Köln/Washington - Kölner Forscher haben anhand archäologischer Funde die Wanderungen des Menschen der Vorzeit durch die heutige Sahara nachgezeichnet. Die Wissenschafter Stefan Kröpelin und Rudolph Kuper kombinierten die Datierungen von fast 500 archäologischen Fundstücken aus rund 150 Grabungsorten und konnten damit einen engen Zusammenhang zwischen Klimaveränderungen und prähistorischer Besiedlung in den vergangenen 12.000 Jahren aufzeigen. Die Rekonstruktion illustriert, wie menschliche Siedlungen mit der Veränderung der Regenmenge aufgeblüht sind oder wegen Dürre aufgegeben wurden. Verdeutlicht wird der Wechsel von anfänglicher Niederlassung nach der plötzlichen Entstehung feuchter Bedingungen um 8.500 v.Chr. hin zum Exodus aufgrund allmählicher Austrocknung seit 5.300 v.Chr. Die Studie der Forscher von der Universität Köln wurden am Donnerstag vom US-Fachblatt "Science" online veröffentlicht. (APA/dpa)