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Schon zu Kolonialzeiten gab es in Grönland kleine Brauereien.

Foto: APA/GUENTER R. ARTINGER
Kopenhagen - Erstmals seit Kolonialzeiten braut Grönland wieder sein eigenes Bier - und zwar mit Wasser aus jahrtausendealten Gletschern. Die Werbekampagne für die beiden Biersorten "Brown Ale Greenland" und "Pale Ale Greenland" startete jetzt im Tivoli-Vergnügungspark in Kopenhagen. Von der Rieseninsel im Nordatlantik soll das Bier in Fässern zur Flensburger Brauerei gebracht werden, wo es in Flaschen abgefüllt wird. Die ersten 66.000 Liter sollen auf dem dänischen Markt ausgeliefert werden. Grönland ist zwar eine weitgehend autonome Region, gehört aber politisch weiter zu Dänemark.

Eigenwilliges Aroma

Nach Angaben von Steen Outzen, eines der beiden Besitzer des in Narsaq im Süden der Insel gelegenen Greenland Brewhouse, gab es schon zu Kolonialzeiten in Grönland kleine Brauereien. Das damals produzierte Gebräu sei aber "alles andere als fantastisch" gewesen. Sein eigenes Bier bezeichnet Outzen als "hochwertiges Produkt" für Kenner. Dessen Aroma beschreibt er als eine Mischung aus "Schokolade sowie gerösteten Nüssen und Kaffeebohnen". Die Grönländer Brauer wollen im ersten Jahr insgesamt zwei Millionen Liter produzieren. Sie hoffen, sich nicht nur auf dem europäischen, sondern auch auf dem US-Markt durchzusetzen. (APA/AFP)