Bild nicht mehr verfügbar.

Gesunder Honig

Foto: apa/dpa/Jens Büttner
"Medihoney", ein Produkt aus Australien, soll bald auch hier erhältlich sein. In Australien nämlich wachsen der Manukastrauch (eine Teebaumart) und Leptospermum (immergrünes Myrtengewächs). Wenn Bienen den Nektar aus diesen Blüten sammeln und zu Honig verarbeiten, dann erhöht sich die antibakterielle Wirkung im Vergleich zu anderen Honigsorten um ein Vielfaches. Warum? Bei der Produktion dieses Honigs setzen Bienen besonders stark das Enzym Glucose-Oxidase frei, das aus dem Zucker im Honig kleine Mengen Wasserstoffperoxid entstehen lässt. Das wiederum hat antiseptische Wirkung.

"Medihoney besteht aus einer geheimen Mischung von Honigarten, die auch bei problematischen, weil chronischen oder mit multiresistenten Bakterien infizierten Wunden heilend wirkt", sagt Ralph Hanano, Konsulent für Medihoney in Deutschland und Österreich.

Arne Simon, Arzt an der Leukämiestation der Universitätskinderklinik in Bonn, bestätigt das: "Wir sind an der Klinik mit Keimen konfrontiert, die gegen Antibiotka resistent sind, das macht Honig für die Wundpflege wieder interessant." (DER STANDARD, Printausgabe, pok, 7.8.2006)