Bild nicht mehr verfügbar.

Überbrückung der Wartezeit via Internet

Foto: apa/Medscreen
Wien - Laut einer aktuellen Studie des Instituts Marketagent klagen Ärzte immer mehr über administrative Überlastung, die Zeit zur Patientenbetreuung nimmt, während die Wartezeit der Patienten meist ungenützt verstreicht.

Wartezimmer mit Verbesserungspotenzial

Aus der Studie geht unter anderem hervor, dass nur jeder zweite Patient mit den Wartezimmern seiner Ärzte zufrieden ist. Die 450 befragten Österreicher beklagen vor allem das Fehlen von aktuellen Zeitungen und Informationsangeboten (32,9 Prozent), unbequeme Sitzmöbel (34,7 Prozent) und schlechte Lüftung (31,2 Prozent).

Etwa die Hälfte der Patienten sieht das Wartezimmer trotzdem oder gerade deswegen als Aushängeschild des Arztes und macht von seiner Ausstattung eine Weiterempfehlung des Arztes abhängig. 20 Prozent der Patienten gaben an, dass bei ähnlicher Qualität der medizinischen Betreuung die Ausstattung des Wartezimmers der entscheidende Faktor für die Auswahl oder den Wechsel eines Arztes ist.

Immense Wartezeit bei Österreichs Ärzten

84 Prozent der von Marketagent befragten Patienten gaben an, beim Arztbesuch die Hälfte oder noch mehr ihrer Zeit im Wartezimmer zu verbringen. Rund ein Viertel der Befragten gab an, durchschnittlich bis zu 15 Minuten zu warten, 41,3 Prozent warten bis zu einer halben Stunde und ein weiteres Drittel sogar noch deutlich länger.

Wartezeit wird nicht genutzt

Laut Ärztekammer wird heute ein großer Anteil des eigentlichen Arztgespräches für administrative Angelegenheiten und allgemeine Informationen und nicht für die individuelle Patientenbetreuung verwendet. So ergab die Wartezimmer-Studie: bei 53 Prozent der Patienten besteht sogar mehr als die Hälfte ihres eigentlichen Arztgespräches nur aus allgemeinen Informationen und Administration. So wundert es nicht, dass 88 Prozent der Befragten wünschen, administrative und allgemeine Informationen, zum Beispiel zur Nutzung der e-Card, bereits im Wartezimmer zu erhalten, damit beim Arzt mehr Zeit für die eigentliche Behandlung bleibt. Die Wiener Firma Medscreen bietet nun die Möglichkeit Wartezimmer mit Flachbildschirmen auszustatten, die via Breitband-Internet aktuelle Nachrichten, Gesundheitsbeiträge und ein Unterhaltungsprogrammm liefern, um die Wartezeit sinnvoller zu gestalten. (red)