Alpbach - Die börsenotierte Sanochemia Pharmazeutika AG will bis zu 12 Millionen Euro in die mehrheitlich übernommene Innsbrucker AlcaSynn investieren. Dies erklärte Vorstand Josef Böckmann am Sonntag in einer Pressekonferenz am Rande des Europäischen Forum Alpbach. Die Investitionen seien abhängig von der Erreichung von Meilensteinen. Sanochemia sei aber "von der Qualität und dem Marktpotenzial der Wirkstoffe der AlcaSynn überzeugt", so der Manager.

AlcaSynn selbst glaubt, dass ihr Leitprodukt, ein Schmerzmittel mit dem Namen "AS006", den Vertriebspartnern einen Spitzenumsatz von über 1 Mrd. Euro einbringen wird. "Eine Milliarde Spitzenumsatz sind realistisch", sagte der Geschäftsführer des Unternehmens, Peter Kayatz. Derzeit ist "AS006" noch im Tierversuchsstadium, den Beginn der klinischen Studien - also der Zulassungsversuche am Menschen - peilt Kayatz 2008 an. Nach den bisherigen Erkenntnissen soll das Schmerzmittel hundert Mal stärker wirken als Morphium-Präparate und die Gefahr der Abhängigkeit dabei deutlich geringer sein, betonte der AlcaSynn-Geschäftsführer. Den gesamten Schmerzmittelmarkt weltweit schätzt er auf 25 bis 30 Mrd. Euro.

60 Prozent im Juni erworben

Sanochemia hatte im Juni mit den zugesagten Investitionen 60 Prozent des Unternehmens erworben. Insgesamt hat das Unternehmen, das aus einem Forschungsteam der Universität Innsbruck 2004 als GmbH hervorgegangen ist, 15 erteilte Patente und 24 weitere Patentanmeldungen im Portfolio. Vor der Unternehmensgründung hatte das Team rund 200.000 Euro an öffentlichen Zuschüssen erhalten. Seit 2004 kamen 500.000 Euro geförderter Kredit der österreichischen Förderbank austria wirtschaftsservice (aws) und weitere 500.000 Euro Kredit der Hypo Tirol, gedeckt mit einer Haftung des Landes. (APA)