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Rumsfeld: "Es gab eine Zeit, als eine gewisse Portion Zynismus und moralische Verwirrungen in westlichen Demokratien zu finden waren und die, die vor einer drohenden Krise warnten - dem Aufstieg von Faschismus und Nationalsozialismus - verhöhnt und ignoriert wurden."

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Salt Lake City/Bagdad - US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld übte am Mittwoch erneut scharfe Kritik an den Gegnern des US-Engagements im Irak. Vor Kriegsveteranen in Salt Lake City zog Rumsfeld eine Parallele zwischen der aktuellen Lage im Nahen Osten und dem Zweiten Weltkrieg: "Es gab eine Zeit, als eine gewisse Portion Zynismus und moralische Verwirrungen in westlichen Demokratien zu finden waren und die, die vor einer drohenden Krise warnten - dem Aufstieg von Faschismus und Nationalsozialismus - verhöhnt und ignoriert wurden."

Er rufe dies in Erinnerung, da man heute "der wachsenden Gefahr eines neuen Faschismus" gegenüberstehe, sagte Rumsfeld. Auch damals hätten Länder versucht, einen Frieden auszuverhandeln, obwohl die tödlichen Ziele der Feinde klar gewesen seien.

Angesichts der weiterhin schlechten Sicherheitslage im Irak wächst vor den amerikanischen Kongresswahlen im November auch im Lager der Republikaner die Kritik am Vorgehen der Regierung von Präsident George W. Bush. Die Regierung begründet den Krieg im Irak weiterhin mit dem Kampf gegen den internationalen Terrorismus. (Reuters, red/DER STANDARD, Printausgabe, 31.8.2005)