Quito - Umweltschützer in Ecuador haben am Donnerstag eine Erdölkatastrophe in einem Naturreservat im Nordosten des Landes angeprangert. Die von der Europäischen Union finanziell unterstützte Nichtregierungsorganisation "Zusammenarbeit für Entwicklung" erklärte, sie habe sich beim Überfliegen des Gebiets von Cuyabeno in der Provinz Sucumbios einen Überblick über das Ausmaß des Desasters verschafft und auf Fotos und Videos unter anderem verendete Krokodile und Fische dokumentiert.

Insgesamt seien 35.000 Hektar Wald und Gewässer betroffen, in denen zum Teil vom Aussterben lebende Tiere wie Manatis, Nutrias, Delfine und Otter lebten. Verantwortlich sei das Unternehmen Petroecuador und dessen veraltete Pipeline, aus der sich vor zwei Wochen tausende Liter Erdöl in die Natur ergossen hätten.

Nach Angaben des Unternehmens gelangten 600 Barrel Erdöl durch "Sabotage" in die Natur; den Umweltschützern zufolge waren es mindestens drei Mal so viel. Die Umweltschutzorganisation richtete einen Hilfsappell an die EU und die Staatengemeinschaft. (APA)