Durch das Ausschalten von Stromfressern können Konsumenten bis zu 80 Euro pro Jahr sparen.

Foto: Wien Energie

Das Stromverbrauchs-Messgerät wird von Wien Energie kostenlos zur Verfügung gestellt.

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Wien - Rot leuchten die Anzeigen auf TV-Gerät und HiFi-Anlage, an den Trafos von Stehlampe und Drucker können die Hände gut gewärmt werden. "In jedem Haushalt wird Strom verbraucht, ohne dass wir es merken", warnt Michael Obentraut, Vorsitzender der Wien Energie Geschäftsführung. Ein Wiener Haushalt kann sich durch das Ausschalten und Ausstecken von heimlichen Stromfressern bis zu 80 Euro pro Jahr sparen.

Sparen nicht allein zum persönlichen Vergnügen. Die Stromproduktion könnte merklich reduziert werden. Zur Freude der Umwelt. "Im Rahmen unserer Wien Energie-Kampagne zum bewussten Umgang mit Energie", berichtet Obentraut, "wollen wir den Kunden helfen, diese geheimen Verbraucher zu entdecken - damit sie Energie und Geld sparen können."

Ein bekanntes Beispiel ist der Fernseher: Gerade ältere Modelle können - auf 24 Stunden gerechnet - im "Standby"-Modus einen höheren Stromverbrauch als im Betriebszustand haben. Trafos von Halogenleuchten können Stromverbrauch verursachen, ohne einen einzigen Lichtstrahl zu spenden.

"Hungriger Computer"

Unerwartet hoch ist auch der "Standby"-Verbrauch des Computers – Schlafzustand und aktivierter Bildschirmschoner ändern oft nichts daran.

Weder Ladegerät noch farbenfrohe Aquarien hängen gratis am Stromnetz. Und so schön Türkisgrün die Digitalanzeigen an Mikrowelle und DVD-Player auch leuchten – kontinuierlich verbrauchen sie wenig, aber spürbar Energie.

Stromverbrauchs-Messgerät ausborgen

Einfach und effizient: Kostenlos für 14 Tage ein Stromverbrauchs-Messgerät im Wien Energie-Haus ausleihen und das EnergieBüchlein einpacken. "So kann sich jeder Konsument einen Überblick über sein persönliches Sparpotential verschaffen. Die Berater im Wien Energie Haus helfen gerne dabei", verrät Michael Obentraut.

Wie ein Zwischenstecker wird das Messgerät zwischen Steckdose und dem vermeintlich ruhenden Gerät angebracht. Die Digitalanzeige klärt über Verbrauch oder Anschlussleistung auf und enttarnt so die heimlichen Stromfresser. Die abgelesenen Daten werden im EnergieBüchlein vermerkt, addiert und sind womöglich ein kleiner aber wirksamer Schock. Gut für Konto und Umwelt - weniger Energieverbrauch, volle Leistung.

Einen einfachen Trick empfiehlt auch Andreas Hudecek, stellvertretender Leiter vom Wien Energie Haus: "Eine einfache und günstige Lösung ist der Einsatz von schaltbaren Steckerleisten. Sie sind billig zu haben und können den Großteil der Stand-by-Kosten sparen". (red)