Klagenfurt – Die zweisprachigen Ortstafeln von Windisch Bleiberg/Slovenji Plajberk und Schwabegg/Žvabek sollen als nächstes „eingedeutscht“ und mit slowenischen Zusatztäfelchen versehen werden. Das bestätigte Verkehrslandesrat Gerhard Dörfler: „Die Tafeln sind in Produktion. Wir warten nur noch auf die Verordnungen der Bezirkshauptmannschaften Klagenfurt und Völkermarkt.“

Das sei jedenfalls der Wunsch der Gemeinde Ferlach und einer Bürgerinitiative, die den „sozialen Frieden in Neuhaus wieder herstellen“ und einsprachige Ortstafeln wie jene in Bleiburg und Ebersdorf wolle, so Dörfler. Beide SP-Ortschefs dementieren jedoch empört. Zur Erinnerung: Die Tafeln stellte Landeshauptmann Jörg Haider imVorjahr gemeinsam mit Bundeskanzler Wolfgang Schüssel auf.

Der Rat der Kärntner Slowenen fordert nun den Bundespräsident und die Bundesregierung auf, Haiders „amtlichem Ortstafelsturm“ Einhalt zu gebieten. Dessen Slogan „Kärnten wird deutsch“ erinnere an die Nazi-Zeit. Unterdessen werden in Kärnten immer mehr Kinder zum zweisprachigen Unterricht angemeldet. Auch ein überparteiliches Komitee wirbt für Zweisprachigkeit (stein/DER STANDARD, Printausgabe, 8.9.2005)