Christina Lugner im September 1999: "Kebabstuben sind Kulturverfall"

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Christina Lugner im September 2006: "Kein Kommentar"

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Fingerfood für Gratulanten: Haubenkoch Manfred Buchinger

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Christina Lugner gibt keinen Kommentar ab. „Und zwar gar keinen.“ Und so ist weiterhin ungewiss, ob sie – wie der Standard am Mittwoch als erster fürchtete – am Samstag Peter Westenthalers „Überraschungskandidatin“ sein wird. Darüber, ob „Mausi“ zum BZÖ passt, bestehen aber kaum Zweifel: Vor sieben Jahren, am 18. September 1999, hatten Lugners zum „Gründungsparteitag“ ihrer Partei DU („Die Unabhängigen“, man holte ein Prozent; Anm.) gebeten. In einen „Thai-Heurigen“ (kein Scherz, sondern das wonach es klingt – nur ein bisserl schlimmer). Christina machte da die Anheizerin für Richard: „Kebabstuben sind der Kulturverfall Österreichs“ posaunte sie da ebenso, wie „ich will nicht, dass meine Tochter Serbokroatisch lernt“. Mausi wusste schon damals, „was ich mit Drogenhändlern mache, wenn ich sie in die Finger kriege.“ Und für die, die das überleben, müsse „lebenslang auch lebenslang bleiben“. Im Publikum war man sich uneins: „Mausi, hau ihnen auf die Pfoten“, feuerte Richard seine Frau an, während ein DU-Parteigänger im Thai-Weinstadl ein Deja-Entendu hatte: „Da hätte ich gleich beim Westenthaler (damals FPÖ, Anm.) bleiben können.“

Gourmet-Oscar

Weil der Begriff „Oscar“ geschützt ist, weichen Preisverleiher auf andere Termini aus. In der Gastronomie heißt das Ding daher „Trophée Gourmet“ und wurde am Mittwoch in der Hofburg zum 18. Mal vom A La Carte-Magazin vergeben. Prämiert wurden „Das Leitgeb“ (Fürstenfeld), Hans Reisetbauer (Axberg), Gernot Heinrich (Gols) sowie „Le Salzgries“, Bar Italia Lounge und Hans Staud (alle Wien). (Thomas Rottenberg, DER STANDARD Printausgabe, 08.09.2006)