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Helmut Marko und Christian Klien können nicht mehr miteinander.

Foto:APA/Gepa

Monza - Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko hat am Samstag die Absage von Christian Klien für den angebotenen Platz in der Champ-Car-Serie gelassen kommentiert. "Wir nehmen seine Entscheidung zur Kenntnis und wünschen ihm viel Glück für seine Zukunft", meinte der einflussreiche Berater der "Bullen". Den Champ-Car-Sitz nimmt nun der aktuelle Toro-Rosso-Testfahrer Neel Jani (SUI) dankend in Anspruch.

"Jani freut sich darauf, den Platz anzunehmen. Es gibt hunderte Fahrer, die dieses Angebot nehmen würden", so der Ex-Formel-1-Pilot. Ob die Entscheidung für die Zukunft von Klien, der nach wie vor auf einen Verbleib in der Formel 1 hofft, ideal war, wollte Marko nicht kommentieren: "Dazu fehlt mir sein Wissensstand."

Verwunderung bei Red Bull

Für reichlich Verwunderung im rot-weiß-roten Formel-1-Lager sorgte die Art und Weise, wie Klien am Freitagabend seine Absage Richtung Champ-Car bekannt gab. Wenige Stunden zuvor hatte der Vorarlberger einmal mehr versichert, vor Samstag keine Entscheidung zu treffen. Wie aus dem Nichts überlegte es sich der 23-Jährige dann nach einem Telefonat mit Dietrich Mateschitz doch anders. Auch ohne Wissen der Red-Bull-Führung in Monza.

"Typisch Klien, würde ich sagen. Damit hat er sich wohl neue Freunde gemacht", kommentierte Marko das Verhalten von Klien, der immerhin bereits seine dritte Saison in der Königsklasse bestreitet.

Die langjährige Beziehung zwischen Red Bull und Klien geht somit (spätestens) mit Saisonschluss zu Ende. "Das ist so, wie ein Spielervertrag bei der Wiener Austria ausläuft. Ich weiß nicht, warum alle Leute glauben, dass es bei Red Bull Rentenverträge gibt", sagte Marko. Die Risse zwischen Red Bull und Klien scheinen auf jeden Fall in Zukunft nur mehr schwer zu kitten zu sein. (APA)