Wien - Wien hat sich nach den Worten von Außenministerin Ursula Plassnik (V) als Ort der Gespräche zwischen dem EU-Außenbeauftragten Javier Solana und dem iranischen Atom-Chefunterhändler Ali Larijani angeboten. "Wien ist Sitz der internationalen Atomenergiebehörde IAEO und ein traditioneller Ort des Dialogs. Deshalb haben wir unsere guten Dienste gerne angeboten", erklärte sie am Sonntag in einer Aussendung.

Die Beratungen zwischen den beiden Politikern über den Konflikt zwischen der westlichen Staatengemeinschaft und dem Iran über dessen Atomprogramm begannen am Samstag und wurden am Sonntag vorläufig beendet. Beide Seiten sprachen von "konstruktiven" Verhandlungen; "Missverständnisse" seien ausgeräumt worden. Die Gespräche sollen kommende Woche fortgesetzt werden.

Weiter arbeiten

"Darauf müssen wir aufbauen und konsequent weiter arbeiten", so Plassnik, "Die Europäische Union und die Staatengemeinschaft stehen dabei geschlossen hinter den Bemühungen von Javier Solana, durch Verhandlungen eine diplomatische Lösung zu erzielen. Der Verhandlungsweg muss voll ausgeschöpft werden."

"Die Gespräche dienen vor allem der Wiederherstellung des Vertrauens. Die Staatengemeinschaft muss vom Iran überzeugt werden, dass dessen Atomprogramm nur friedlichen Zwecken dient", erklärte die Außenministerin weiter. Die EU sei an einem "partnerschaftlichen Verhältnis mit dem Iran interessiert". Dazu müsse der Iran aber "das Seinige beitragen".

(APA)