Epidemie Eine Epidemie ist eine örtlich und zeitlich gehäuft auftretende, infektiöse Erkrankung. Wenn die Todesrate durch Influenza im Winter um mehr als 7,5 Prozent höher als im Durchschnitt liegt, spricht das amerikanische Center for Disease Control von einer Grippeepidemie, in Österreich liegt diese Grenze bei 15.000 Neuerkrankungen pro Woche.

Pandemie
Bei einer Pandemie bleibt die Erkrankung nicht begrenzt, sondern breitet sich überregional aus. Trifft eine neue Influenzavirus-Variante auf eine Bevölkerungsgruppe ohne Antikörper, kann es sich schnell verbreiten. Die Ausbreitung stoppt erst, wenn der Erreger auf Personen trifft, die zum Beispiel durch Schutzimpfungen bereits spezifische Antikörper entwickelt haben.

Antigen-Shift
Als Antigen-Shift bezeichnet man den genetischen Informationsaustausch zwischen Viren, ein Antigen-Drift ist die allmähliche Veränderung eines Influenzavirus-Antigens. Durch beide Vorgänge entstehen neue Subtypen.

Geschichte Seit 1580 wurde die Welt von rund 30 Influenza-Pandemien heimgesucht. Die schwerste war die Spanische Grippe mit 40 Millionen Opfern im Winter 1918/19. An der Asia-Virus-Pandemie 1957/58 und an der Hongkong-Grippe (Virus H3N2) 1968 bis 1970 starben jeweils mindestens eine Million Menschen weltweit. (MESTANDARD/11.09.2006)