Wien - Die legendäre Wiener "Eden-Bar" soll entgegen Medienberichten doch nicht verkauft werden. Sie "bleibt in der Familie", teilte die Tochter des im vergangenen Jahr verstorbenen Lokal-Betreibers Heinz-Werner Schimanko am Donnerstag mit. Anfragen von Interessenten, die nicht sofort zurückgewiesen wurden, habe es zwar gegeben - einen Anlass, die prominente Lokalität in der Wiener Innenstadt zu verkaufen oder zu verpachten, gebe es aber nicht, so Michaela Schimanko.

"Aus Interesse an der Marktlage" habe ihr Bruder, Rechtsanwalt Heinz-Dietmar Schimanko, die Offerte gesichtet. "Schon mein Vater hat immer wieder solche Angebote bekommen, die er sich angeschaut hat", sagte die Gastronomin. Seit Mitte der 70er Jahre hatte Heinz-Werner Schimanko die Eden-Bar geführt. Nach dem Tod ihres Vaters im November 2005 übernahm die älteste Tochter das Lokal in der Liliengasse.

Dem Wochenmagazin "News" nach sollen Informationen eines Interessenten vorliegen, der bestätigt haben soll, dass tatsächliches Kaufinteresse bestehe: "Die Schimankos haben mir klipp und klar zu verstehen gegeben, dass ihnen an einer Verpachtung der Bar sehr gelegen wäre." Auch der zweite Interessent wurde laut "News" zum Schweigen verpflichtet: "Ich wurde darauf hingewiesen, dass ich einen Vertrag unterschreiben muss, in dem ich öffentliche Zurückhaltung zusichere", so der potenzielle Pächter.

Bei der Übergabe der "Eden" vor seinem Tod an seine Tochter hatte Heinz Werner Schimanko bekräftigt, wie froh er über die Fortführung der Familientradition sei. "Ich bin dankbar, dass ich bei meiner eigenen Tochter Stammgast bleiben kann." (APA)