Klagenfurt - Künstlerisch war die "Trigonale" als Festival Alter Musik in Kärnten in den vergangenen vier Jahren recht erfolgreich. Doch nach dem Rücktritt von Initiator und Intendant Michael Fendre vor einigen Tagen ist das Festival in Turbulenzen geraten. Der Hauptsponsor kündigte seinen Rückzug an, nun will das Land vermitteln, um den Bestand des Festivals zu sichern.

Fendre hatte seinen Rücktritt damit erklärt, dass nach vier Jahren Kampf um den Weiterbestand des Festivals seine Batterien "einfach leer geworden sind". Allerdings gab es auch Kritik an der Finanzgebarung des Vereins. So sprach der St. Veiter Bürgermeister Alois Mock (S), der die Trigonale bisher subventioniert hatte, von "Unstimmigkeiten", die bei einer Prüfung festgestellt worden seien. Dabei soll es um eine Summe von 110.000 Euro gehen. Auch die Gage für Fendre von kolportierten 50.000 Euro im Jahr sorgte für Diskussionen.

Kulturreferent LHStv. Martin Strutz (B) will die "Trigonale" am Leben erhalten. In der Donnerstag-Ausgabe der "Kleinen Zeitung" erklärte er, die Veranstaltungsreihe sei neben dem Carinthischen Sommer und den Musikwochen Millstatt eine Hauptsäule der Kärntner Kulturszene: "Ich möchte den Dreijahresvertrag erneuern, wobei sich die Mittel bei Erfolg erhöhen können." Die Bedingung, so Strutz, Fendre müsse "an Bord bleiben". Er solle künstlerischer Leiter bleiben und einen Geschäftsführer bekommen, so der Vorschlag des Kulturreferenten.

Ob Fendres Nachfolger Dietmar Pickl nun die "Trigonale" weiterführt oder Fendre doch zurückkehrt, ist derzeit also offen. Für Donnerstag wurde ein Gespräch zwischen Fendre und Strutz angekündigt. Ob der Dirigent und Ex-Festspielleiter vom Rücktritt zurück tritt, war vorerst offen. Fendre meinte, er habe mit der Causa "emotional eigentlich schon abgeschlossen". (APA)