Wien - In den großen Büroimmobilien-Märkten in Mittel- und Osteuropa (CEE) ist die Leerstandsrate im ersten Halbjahr 2006 kontinuierlich zurückgegangen - per 30. Juni betrug sie 7,6 Prozent. Diese Entwicklung gebe es in Bratislava, Bukarest, Budapest, Moskau, Prag, Sofia und Warschau, wo die Leerstandsrate bereits 2005 und "weitaus dramatischer als im ersten Halbjahr 2006" gesunken sei, heißt es in einer aktuellen Analyse des internationalen Immobilienmaklers CB Richard Ellis (CBRE). Die Vermietungen entwickelten sich in der gesamten Region weiterhin immer besser und sind in fast allen Märkten steigend, wodurch die Leerstandsraten zurückgehen, wie aus dem heute, Montag, veröffentlichten Bericht hervorgeht. Im ersten Halbjahr 2006 war die Vermietungsleistung mit einem Gesamtwert von 1,18 Millionen m2 im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Vorjahr um 20,1 Prozent höher. Demnach lag die Vermietungsleistung etwa gleichauf mit dem neu errichteten Angebot, denn 1,1 Millionen m2 neue Büroimmobilienflächen wurden im selben Zeitraum fertig gestellt. Das Ausmaß der Bautätigkeit im ersten und zweiten Quartal 2006 unterschied sich nur unwesentlich. Insgesamt hat dies dazu beigetragen, dass die zur Verfügung stehenden Büroimmobilienflächen in der gesamten Region bis Mitte des Jahres 2006 um 15 Prozent auf rund 15 Millionen m2 stiegen. Ende des Jahres 2006 sollen die großen zentral- und osteuropäischen Städte über ein Gesamt-Büroflächenangebot von rund 17 Millionen m2 verfügen.Leerstandsraten sinken langsam "Auf Grund der dynamischen Wirtschaftsentwicklung steigt die Vermietungsleistung kontinuierlich an. Da aber auch die Bautätigkeit rege ist, sinken die Leerstandsraten nur langsam", erklärte der Geschäftsführer von CBRE Österreich, Andreas Ridder, der auch für die CEE-Region zuständig ist. Die Mieten seien daher noch nicht gestiegen, das könnte sich aber in bestimmten Regionen gegen Ende 2007 ändern, glaubt Ridder. "Die einzige Ausnahme ist Moskau, wo seit einigen Jahren die Neubautätigkeit nicht mit der enormen Nachfrage mithalten kann, wodurch die Leerstandsraten sehr niedrig sind und die Mieten zum Teil kräftig ansteigen. Ein Ende dieser Entwicklung in Moskau ist noch nicht abzusehen." (APA)