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Schenz (im Bild) zur Festnahme Bodners und Teufelbergers: "Überzogene Reaktion."

Foto: APA/Robert Jäger
Wien - Der Kapitalmarktbeauftragte der Bundesregierung, Richard Schenz, hält die Verhaftung der beiden Vorstände des börsennotierten österreichischen Sportwettenanbieters bwin, Manfred Bodner und Norbert Teufelberger, für eine "überzogene Reaktion", zumal in diesem Fall keine Fluchtgefahr gegeben sei.

Die Vorstände wären sicherlich auch einer Vorladung der französischen Behörden nachgekommen bzw. für eine Aussprache beim Staatsanwalt zur Verfügung gestanden, so Schenz am Montag vor Journalisten in Wien. Diese Vorgangsweise sei jedenfalls "nicht europäisch, sondern eher afrikanisch" gewesen.

Die beiden bwin-Chefs wurden vergangenen Freitag bei einer Pressekonferenz in Südfrankreich verhaftet und stehen unter dem Verdacht, die französischen Bestimmungen für das Glücksspielmonopol verletzt zu haben. Ob eine Strafe gerechtfertigt sei, könne er, Schenz, nicht sagen, weil er die französische Gesetzeslage nicht kenne.

Mit der Verhaftung von Ex-Bawag-Chef Helmut Elsner könne diese Verhaftung jedenfalls nicht verglichen werden, betonte Schenz. Im Gegensatz zu den bwin-Vorständen sei es im Fall von Elsner "höchste Zeit" für eine Verhaftung gewesen. (APA)