Teile der Ruhegebiete Ötztaler Alpen und Stubaier Alpen wurden nun von der tiroler Landesregierung zum "Naturpark Ötztal" erklärt.

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Innsbruck - Tirol erhält einen neuen Naturpark. Laut einem Beschluss der Landesregierung vom Dienstag werden Teile der Ruhegebiete Ötztaler Alpen und Stubaier Alpen zum "Naturpark Ötztal".

Die Voraussetzungen für die Erklärung zum Naturpark lägen vor, die entsprechende Ausstattung für Erholung in der Natur und der Vermittlung von Wissen über die Natur seien gegeben, erklärte die zuständige Landesrätin Anna Hosp nach der Regierungssitzung.

Mehr als 25 Prozent dieses Naturparks seien von ausgedehnten Gletschern bedeckt. Neben großflächigen alpinen Pionierbiotopen auf Schutt- und Blockhalden seien alpine und montane Rasen, Zwergstrauchheiden, Legföhren- und Grünerlen-Büsche und naturnah aufgebaute Wälder typisch für das Gebiet. Moore, alpine Seen und großteils naturbelassene Bäche würden den hohen naturkundlichen Wert des Gebiets unterstreichen.

Zu erwähnen sei auch die besondere Bedeutung des Alpintourismus, der sich ausgehend vom Bergsteigerdorf Vent im Sommer und Winter naturnah gestalte. Im Naturparkgebiet würden vom Österreichischen Alpenverein zusammen mit dem Deutschen Alpenverein zahlreiche hochalpine Schutzhütten betreut, die das Rückgrat des alpinen Sommertourismus darstellten sowie im Winter die "Venter Runde", eine der beliebtesten Hochtouren in Österreich, ermöglichten.

Erweiterung folgt

In einem zweiten Schritt sollen die verbleibenden Teile des Ruhegebiets Stubaier Alpen auf dem Gemeindegebiet von Längenfeld und Umhausen auch in diesen Naturpark integriert werden. Außerdem soll der Obergurgler Zirbenwald, das Landschaftsschutzgebiet Achstürze Piburger See sowie die Schutzgebiete Rauher Bichl und Engelswand in den Naturpark Ötztal aufgenommen werden. Die Vorarbeiten dazu seien im Gange. (APA)