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Der Handy-Hersteller BenQ Mobile will laut einem Bericht des " manager magazins " seine Produktion von Mobiltelefonen an einen Auftragsfertiger verkaufen. Schon seit zwei Monaten werde mit der taiwanesischen Foxconn sowie dem US-Unternehmen Jabil über die BenQ-Fabriken in Europa und Asien verhandelt, hieß es in dem Bericht, den das Magazin am Mittwoch vorab veröffentlichte. BenQ wollte den Bericht nicht kommentieren. "Dies sind Spekulationen, an denen wir uns nicht beteiligen", sagte ein Sprecher.

Schlechte Geschäfte

BenQ hatte vor rund einem Jahr das Handy-Geschäft des Siemens-Konzerns übernommen. Allerdings läuft es schlechter als geplant. Ende August kündigte das Unternehmen an, dass wegen der verspäteten Einführung neuer Produkte und Belastungen durch die Bereinigung der Modellpalette erst Mitte 2007 die Ertragswende geschafft werde. Zuvor hatte die Tochter des taiwanesischen BenQ-Konzerns angekündigt, Ende dieses Jahres operativ die Gewinnschwelle zu erreichen.

Produktion nicht ausgelastet

Dem "manager magazin" zufolge ist die Produktion bei BenQ Mobile bei weitem nicht ausgelastet. Deshalb solle die Fertigung in Mexiko demnächst eingestellt werde. In China stehe ein großes Werk zur Disposition.

Abbau von 500 Arbeitsplätzen in Deutschland

BenQ hatte im Sommer bereits den Abbau von mehr als 500 Arbeitsplätzen in Deutschland angekündigt. Es ging dabei um 277 Beschäftigte der Zentrale in München und 250 externe Mitarbeiter in München sowie dem Werk im nordrhein-westfälischen Kamp-Lintfort. BenQ hatte in Deutschland rund 3.100 fest angestellte Mitarbeiter. Für die Produktion in Kamp-Lintfort und Bocholt gilt noch bis Ende des Jahres ein Ergänzungstarifvertrag. Die weitere Zukunft der Arbeitsplätze hänge vom Erfolg der neuen Modelle ab, hatte es im Sommer geheißen.(APA/dpa)