"Die börsenotierte Telekom Austria soll über Zukäufe mit Hilfe von strategischen Investoren nachdenken anstatt sich als Übernahmekandidat anzubieten", forderte Telekom-Betriebsratschef Michael Kolek in einem Gespräch mit der Tageszeitung "Die Presse" (Mittwoch-Ausgabe). Eine weitere Privatisierung der Telekom über die Börse lehnt der Betriebsrat ab.

Geld ist genug da

Geld für eine Auslandsexpansion sei genug vorhanden und wie diese gehe, zeige das Beispiel der ehemals staatlichen OMV. Beim Mineralölkonzern hält die IPIC aus Abu Dhabi 17,6 Prozent und unterstützt den Konzern bei seiner Auslandsexpansion. 31,5 Prozent hält die staatliche Industrieholding ÖIAG, der Rest ist im Streubesitz.

"Quasi privatisiert"

An der Telekom hält die ÖIAG 25,39 Prozent. 74,61 Prozent befinden sich im Streubesitz. An dem Staatsanteil soll sich laut Kolek nichts verändern, schließlich sei der größte heimische Telekom-Konzern mit 75 Prozent Streubesitz ohnehin schon "quasi privatisiert". Außerdem sei die Telekom eine "Cash-Maschine" für den Finanzminister und somit für die Steuerzahler. Kolek verwies in dem Artikel darauf, dass auch in anderen Staaten die Ex-Monopolisten nicht vollständig privatisiert wurden. (APA)