New York - Nikotin kann die Symptome einer Depression lindern - zumindest bei Nichtrauchern. Trotz dieses Studienresultats warnen die Mediziner der Duke Universität im US-Staat North Carolina wenig überraschend vor dem Griff zu Zigarette oder Nikotinpflaster. Die damit verbundenen Gesundheitsgefahren seien weit größer als der potenzielle Nutzen bei Depression.

In der Studie klebten die Forscher elf Nichtrauchern mit Depressionen nach dem Zufallsprinzip entweder ein Nikotinpflaster oder ein Pflaster mit einem Scheinpräparat auf. Nach mindestens acht Tagen ergab ein Depressionstest, dass die Symptome bei den mit Nikotin behandelten Teilnehmern nachgelassen hatten, wie die Zeitschrift "Psychopharmacology" berichtet.

Studienleiter Joseph McClernon glaubt, dass Nikotin diejenigen Hirnareale stimuliert, die auch an der Regulierung von Stimmungen beteiligt sind. Möglicherweise könne die Wirkung von Nikotin so verändert werden, dass die Substanz einen medizinischen Nutzen habe. Bereits zuvor hatten Studien ergeben, dass Rauchen unter Depressionspatienten doppelt so verbreitet ist wie bei anderen Menschen. (APA/AP)