Washington/New Orleans - Knapp 13 Monate nach Hurrikan "Katrina" ist am Montagabend (Ortszeit) der Superdome von New Orleans wiedereröffnet worden. Die Sportarena hatte während der Flutkatastrophe international für Schlagzeilen gesorgt, weil dort bis zu 30.000 obdachlos gewordene Einwohner tagelang unter menschenunwürdigen Umständen auf Hilfe warten mussten.

Das erste Heimspiel der heimischen Football-Mannschaft New Orleans Saints gegen die Atlanta Falcons wurde vor 70.000 begeisterten Zuschauern zu einer großen Party. Vor Spielbeginn spielte die Rockband U2 passend zum Ereignis den Song "Beautiful Day".

Nie zuvor wurde in den USA eine Sportarena so schwer zerstört und dann innerhalb eines Jahres wieder in Stand gesetzt. Aus dem Superdome wurden 4.000 Tonnen Müll abtransportiert. Hunderttausende Liter Wasser mussten abgepumpt werden. Das mehr als 40.000 Quadratmeter große Runddach wurde während des Hurrikans so schwer zerstört, dass es komplett ersetzt werden musste. Der mit einem finanziellen Aufwand von 185 Millionen Dollar (145 Millionen Euro) renovierte Superdome wurde zur Eröffnung als "Symbol für die Wiedergeburt einer der größten amerikanischen Städte" gefeiert.

An den Folgen von Hurrikan "Katrina" starben allein im Bundesstaat Louisiana mehr als 1.500 Menschen. Der Superdome in New Orleans wurde zum Symbol einer großen menschlichen Tragödie. Bis zu 30.000 Menschen hatten sich nach dem Bruch der Staudämme in der Sportarena in Sicherheit gebracht. Weil die Toiletten und Klimaanlagen ausfielen, harrten die Menschen unter härtesten und unwürdigsten Bedingungen aus. Erst nach Tagen verzweifelter Hilferufe kamen Busse, die die Eingeschlossenen zumeist nach Houston (Texas) in Sicherheit brachten. Sechs Menschen kamen während der Chaos-Tage im Superdome ums Leben.

(APA/dpa)