Wien - Die Einreichfrist für die Nachzahlung von Zivildienst-Verpflegsgeld endet diesen Freitag. Bisher haben rund 19.000 ehemalige Zivildiener, das ist rund die Hälfte aller Betroffenen, einen Antrag auf Nachzahlung gestellt und das Geld auch erhalten. Es wurden bereits 23,5 Millionen Euro ausbezahlt. Insgesamt haben rund 40.000 Personen, die in den letzten fünf Jahren den Zivildienst geleistet haben, Anspruch auf eine Nachzahlung zwischen 1.300 und 1.500 Euro.

"Angemessene" Verpflegung

Die Summe ergibt sich aus einem Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofs (VfGH) im November 2005, in dem das bis dahin übliche Essensgeld von sechs Euro pro Tag als zu gering bewertet und eine "angemessene" Verpflegung mit 13,60 Euro festlegt wurde. Mit dem daraufhin erwirkten Zivildienst-Übergangsrecht hatten ehemalige Zivis, die ihren Dienst zwischen Jänner 2001 und Februar 2006 abgeleistet haben, sechs Monate Zeit, die Differenz einzufordern.

Die Anträge werden bei jener Institution, bei der man gearbeitet hat, gestellt. Das Geld kommt vom Innenministerium. Zeit haben die Betroffenen nur mehr bis Freitag (29. September), danach besteht kein Anspruch mehr.

Jedes Jahr leisten rund 10.000 Zivis ihren Dienst ab. Das Rotes Kreuz, das fast ein Drittel der Zivildiener beschäftigt, ist die größte Trägerorganisation, gefolgt vom Arbeiter Samariterbund, der Lebenshilfe, der Caritas und der Gemeinde Wien. (APA)