Wien - SPÖ-Rechnungshofsprecher Günther Kräuter hat die Bekanntgabe von "Eurofighter-Absturzzonen" gefordert. Seine Annahme, dass es überhaupt solche gibt, beruht auf eine Begebenheit in Deutschland. Das norddeutsche 700-Seelen-Dorf Oberkail musste nach dem "kontrollierten" Absturz eines amerikanischen Kampfjets erfahren, sie mitten in einem ausgewiesenen "Absturzgebiet" für US-Jagdbomber liegt. Für Kräuter stellt sich nun die Frage "nach den vom Verteidigungsministerium geplanten 'Eurofighter-Absturzzonen' in Österreich".

Kontrollierte Abstürze

"Laut Militärs gibt es für jede Airbase ein vorgesehenes Areal für kontrollierte Abstürze. Die Bevölkerung in der Steiermark hat ein Recht, die für Abstürze des Eurofighters vorgesehenen Regionen zu kennen", so der SP-Rechnungshofsprecher, der zu diesem Thema eine parlamentarische Anfrage an Verteidigungsminister Günter Platter ankündigte.

Kräuter rechnet offenbar fix mit Abstürzen: "Der Eurofighter wird aufgrund der technischen Überzüchtung extrem fehleranfällig sein, wodurch gezielte Abstürze mit großer Wahrscheinlichkeit auftreten werden." Schwierig wird es laut dem Parlamentarier auch überhaupt eine geeignete Gegend dafür zu finden. Es müsse ein Gebiet definiert werde, "wo mindestens über sieben, acht Kilometer keinerlei Besiedlung ausgewiesen ist, was ich mir im Aichfeld und den umliegenden Regionen schwer vorstellen kann."

Sicherheitsgründe

Die vermuteten "Eurofighter-Absturzzonen" sind für Kräuter daher ein weiterer Grund, den Kauf der Flieger zu stoppen. Es sei auch "aus Sicherheitsgründen ein sofortiger Ausstieg aus dem Eurofighter-Deal die einzig vernünftige Lösung", so Kräuter.(APA)