Mit insgesamt drei neuen Universitätslehrgängen ging die Tiroler Umit - aufs Gesundheitswesen spezialisiert - im Herbst 2006 (vorbehaltlich der Genehmigung durch den Österreichischen Akkreditierungsrat) an den Start. Neben dem Universitätslehrgang für Medien- und Öffentlichkeitsarbeit im Gesundheits- und Sozialwesen und jenem für Integrative Gesundheitsvorsorge und -förderung wird auch der Universitätslehrgang für Medizin- und Pflegerecht angeboten.

Letzterer ist als zweijähriger berufsbegleitender Universitätslehrgang konzipiert und biete laut Umit "wissenschaftlich fundierte, aktuelle und anwendungsorientierte Weiterqualifizierung für die Spannungsfelder Medizin, Gesundheit und Recht." Rein inhaltlich habe man bewusst den interdisziplinären Ansatz für verschiedene Berufsgruppen gewählt - angesprochen sind vornehmlich Ärzte, Juristen, Betriebswirte, Klinikmitarbeiter oder Mitarbeiter in Versicherungen sowie öffentlichen Gebietskörperschaften.

Die Spezialisierung im Bereich des Gesundheitswesens, so Vorstand des Institutes für Medizinrecht an der Umit, Roland Staudinger, habe in den letzten Jahren dazu geführt, dass der rechtliche Rahmen für die Mitarbeiter komplexer geworden sei. "Damit einhergehend sind vertiefende Kenntnisse im Bereich des Medizin- und Pflegerechts für Führungspositionen im Gesundheitswesen unverzichtbar geworden", sagt er.

In den elf geblockten Modulen spanne sich der thematische Bogen von Arzt- und Patientenrecht über den Bereich der Sozialversicherungen und Haftungen bis hin zu Ethik und Pflegerecht. Eine Abschlussarbeit zum Thema sei verpflichtend.

Die viersemestrigen Universitätslehrgänge belaufen sich auf 2200 Euro pro Semester. Die Aufnahmekriterien entsprechen weitestgehend den bekannten Parametern in anderen Institutionen. Die Bewerbungen erfolgen auf schriftlichem Weg, zum Bewerbungsgespräch werde in der Folge geladen. (DER STANDARD Printausgabe, 7./8. Oktober 2006)