London - Dani Pedrosa hat sich nach dem möglicherweise WM-entscheidenden Malheur im Motorrad-Grand-Prix von Portugal wortreich bei Nicky Hayden entschuldigt. "Ich wünschte, der Erdboden tut sich auf", sagte der Spanier, der am Sonntag in Estoril seinen in der WM führenden Honda-Teamkollegen Hayden schon in der fünften Runde von der Piste gerammt und damit für eine der größten Dummheiten in der Geschichte der Motorrad-Straßen-WM gesorgt hatte.

Für den US-Amerikaner Hayden ist damit vor dem letzten Lauf in Valencia aus einem 12-Punkte-Vorsprung ein Rückstand von 8 Zählern auf Titelverteidiger Valentino Rossi geworden. "Ich verlange ja nicht, dass er komplett zurücksteckt. Aber so ein Manöver hätte ich nicht erwartet", sagte der wütende Hayden, der nun beim Finale die unbedingte Unterstützung Pedrosas fordert. "Ich brauche jetzt seine Hilfe. Ich habe ihm gesagt, dass es noch eine Chance gibt, wenn wir in Valencia Erster und Zweiter werden."

Unmittelbare Entschuldigung

Pedrosa hatte sich unmittelbar nach dem Rennen bei Hayden ausführlich entschuldigt. "Ich habe einen Riesenfehler gemacht und es tut mir entsetzlich Leid", betonte der Schützling des österreichischen Chefmechanikers Mike Leitner. Er habe gar nicht überholen wollen. "Ich konnte einfach nicht mehr bremsen und dann war da einfach kein Platz mehr", erklärte Pedrosa.

So etwas sei ihm in sechs Jahren Motorrad-Rennsport zum ersten Mal überhaupt passiert, beteuerte Pedrosa. "Nicht einmal im Training hatte ich eine Berührung mit einem anderen Fahrer", meinte der unglückliche Spanier. "Jetzt ist es doch passiert, und es war der schlechteste Augenblick dafür überhaupt. Ich wünschte, ich könnte es ungeschehen machen."(APA/Reuters)