München - Ein ehemaliger Hausmeister soll aus der Universitäts-Bibliothek Erlangen über einen Zeitraum von 20 Jahren Bücher im Wert von mindestens 800.000 Euro gestohlen haben. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft stehen nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus" kurz vor dem Abschluss. Demnach soll der Beschuldigte die Bücher an einen Bekannten weitergegeben haben, der wiederum die Werke über Auktionshäuser versteigern ließ.

Versteigert

Dem Bericht zufolge war jedes einzelne Buch mit mehreren Stempeln der Bibliothek versehen. Auch wenn die Stempel entfernt worden wären, wären laut Bibliotheksleitung die manipulierten Seiten als überdeutliche Alarmsignale geblieben. Dennoch lehnten laut "Focus" die Auktionshäuser die Ware nicht ab. Zu den Versteigerern der gestohlenen Bücher soll auch eine der feinsten Adressen für antiquarische Bücher in Deutschland gehören. (APA/AP)