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Mandela, vierter Empfänger "Ambassador of Conscience Award".

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Johannesburg - Nelson Mandela (88), Südafrikas Ex-Präsident, Friedensnobelpreisträger und Nationalheld, hat seit Mittwoch einen Titel mehr. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International zeichnete ihn in Johannesburg mit dem undotierten Preis "Botschafter des Gewissens" aus. Er würdigt außergewöhnliche individuelle Leistung beim Kampf zu Gunsten der Menschenrechte. Mandela habe durch sein Vorbild viele andere auf der ganzen Welt inspiriert, meinte Amnesty-Sprecher Bill Shipsey. Der ehemalige Anti-Apartheid-Kämpfer habe zeit seines Lebens für Freiheit und Gerechtigkeit gekämpft und sei "mehr als jeder andere lebende Mensch zum Symbol für Hoffnung und Idealismus" geworden. Die südafrikanische Literatur-Nobelpreisträgerin Nadine Gordimer würdigte Mandela in ihrer Laudatio als "Phänomen des Weltgewissens" mit unbeugsamen Freiheitswillen; als einen außergewöhnlichen und furchtlosen Kämpfer gegen moralischen Verfall. "Wo es das Gewissen diktiert, kann er auch politische Korrektheit hinter sich lassen", meinte die 82-Jährige. Mandela ist der vierte Empfänger des Preises. Frühere Preisträger sind die Rockband U2, der ehemalige tschechische Präsident Vaclav Havel und die frühere UNO-Menschenrechtskommissarin Mary Robinson. Den "Ambassador of Conscience Award" gibt es seit 2003. (APA/dpa, 1. November 2006)