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AP Photo/Jens Meyer
In einer vernetzten Zeit mit vernetzten Problemen und _Herausforderungen brauche es vernetzte Interessengruppen, so die Initiative „Brückenschlag“, die ein Weiterbildungsprogramm für Führungskräfte aus Wirtschaft und Sozialbereich anbietet. Getragen wird Brückenschlag von der Akademie für Sozialmanagement, Partner ist _respact austria, Verein zur Förderung gesellschaftlicher Verantwortung von und in Unternehmen. Der Unterschied zu anderen Weiterbildungen ist, dass hier das „Erfahrungslernen“ fokussiert wird: Für fünf Tage können Führungskräfte aus Wirtschaft und jene aus dem Sozialbereich ihre Plätze tauschen, im jeweils anderen Bereich arbeiten. 100 Personen machten bereits die Probe aufs Exempel. Durch die Orientierung im zuweilen völlig neuen Kontext oder durch den Kontaktaufbau mit anderen, ungewohnten Zielgruppen sollen die Soft Skills der Chefs gefördert werden. „Ein ungewohntes Reflexionsfeld für Führungskräfte“, so einer der Teilnehmer: „Sie können sich selbst und ihr Verhalten in einem herausfordernden Kontext kennen lernen.“ Die Teilnehmer erleben – in den sozialen Einrichtungen – konkrete Beispiele für Konflikt- und Krisenmanagement sowie Beratung und Begleitung in Notsituationen. Das verändere den Blick – nicht nur auf die so genannten gesellschaftlichen Randgruppen, sondern auch auf die Zusammenhänge von wirtschaftlichen und sozialen Fragen. Jetzt sollen erstmals die „Gastgeber“ aus dem Sozialbereich eine Arbeitswoche entweder beim ehemaligen Partner oder in der Personalentwicklung der entsprechenden Firmen mitarbeiten. (red, Der Standard, Printausgabe, 4./5.11.2006) Anmeldungen für den nächsten Durchgang im Frühjahr werden bereits angenommen. Brückenschlag kann auch in geschlossenen Gruppen unternehmensintern durchgeführt werden.