Er war für ORF-Unterhaltungschef Edgar Böhm "ein ganz Großer seines Fachs", in den 1970er und 80er Jahren sorgte er mit seinen Live-Theater-Aufzeichnungen im österreichischen Fernsehen für gute Laune: TV-Regisseur Herbert Fuchs ist vorgestern, am 1. November, an seinem 80. Geburtstag verstorben. Der ORF ändert aus diesem Grund morgen, Samstag, sein Programm. Um 13.10 Uhr wird im Rahmen von "Auftritt Kultur" der Publikumshit "Boeing-Boeing" aus dem Jahr 1983 gezeigt, hieß es in einer Aussendung.

Spezialist für Fernseh-Theater

Fuchs war ein Spezialist für Fernseh-Theater, laut Böhm hat er sogar als "einer der wichtigsten TV-Regisseure wesentlich dazu beigetragen, dass Live-Theater im ORF als Sendeform geboren wurde". Eine der erfolgreichsten Produktionen dieser Art war "Boeing-Boeing", das am Küniglberg u.a. mit Liselotte Pulver, Klaus Wildbolz und Herwig Seeböck von Fuchs inszeniert und bei seiner Premiere 1983 live gesendet wurde.

Programmänderung

Mit seinen schwungvollen Aufzeichnungen aus dem TV-Theater begeisterte Fuchs immer wieder die Zuschauer, und auch Publikumsliebling Heinz Conrads wurde von ihm bei seinem Klassiker "Guten Abend am Samstag" gekonnt in Szene gesetzt. Außerdem inszenierte der Regisseur zahlreiche Folgen des Fernseh-Klassikers "Familie Leitner", führte bei vielen TV-Shows und Kabarettaufzeichnungen, aber auch Dokumentationen Regie und war als Hörspielregisseur für das ORF-Radio tätig. Ö1 sendet aus diesem Anlass ebenfalls morgen um 14 Uhr in der Hörspielgalerie "Frau Zacherl, Witwe". Das Stück von Reinhold Aumeier wurde von Fuchs mit Michael Janisch, Bibiana Zeller, Hilde Sochor, Ulrike Beimpold und Susi Nicoletti in Szene gesetzt. (APA)