"Ich habe den Euro immer für einen Fehler gehalten", erklärte Milton Friedman in einem "Spiegel"-Interview im Jahr 2001. Seine kritische Haltung änderte er auch nach der Einführung der gemeinsamen Währung und deren nachfolgendem Höhenflug nicht.

Der Euro sei bestenfalls ein Experiment "für zehn oder 15 Jahre", so der Nobelpreisträger noch 2003 in einem Interview mit dem deutschen "Focus"-Magazin. Er nannte es "grotesk", dass der Stabilitätspakt den Euroländern verbiete, diejenige Haushaltspolitik zu betreiben, die am besten für sie wäre.

Der Monetarist hielt den Euro nicht nur als eine der Hauptursachen für Deutschlands Konjunkturschwierigkeiten der letzten Jahre, sondern auch als potenziellen Störfaktor der politischen Stabilität in Europa. (red)