... Respekt: „Ich bin keine Respektsperson. Respekt bedeutet die Achtung vor der menschlichen Würde, auch die Achtung vor einem religiösen Zentrum Österreichs, deswegen habe ich eine Respektzone um den Stephansdom eingerichtet.“

... Urbanität:
„Es gibt eine besondere Wiener Urbanität in der City. Wir haben nun einmal dieses architektonische Erbe, nach dem sollten wir uns richten. Wir haben hier eine Tradition zu verteidigen.“

... bürgerliche Werte:
„Etikette und Bürgertum sind obsolete Einordnungen. Ich bin ein absolut toleranter Mensch, komme aus einem bürgerlich-liberalen Haushalt, der fest verankert war in einer christlich-katholischen Tradition. Für mich gibt es keine Verbote, keine Dekrete und gar nichts.“

... kulturellen Verfall:
„Wenn man bei der Sanierung der Ringstraßenbeleuchtung die alten Kandelaber auf den Schrott wirft, mordet man die Seele der Inneren Stadt. Das zeugt von einem kulturellen Verfall, weil man bestimmte Dinge verdrängen will.“

... die City als Museum:
„Es geht mir nicht darum, die Innere Stadt unter einem Glassturz zu halten, sondern darum, ästhetische Standards zu entwickeln, die das besondere Flair betonen. Es ist die historische Substanz, es ist die Ringstraßenära, es ist auch das imperiale Wien – ich bin halt der Meinung, das sollte man hegen und pflegen.“

... Bettler: „Jeder weiß, dass die Bettler importiert sind. Gott sei Dank hat das Österreich in dem Sinn nicht. Es wird aber dabei zugeschaut, wie der Stephansplatz in eine Bettelmeile verwandelt wird. Ich kann mir auch keinen Bürgermeister von New York vorstellen, der die Fifth Avenue zu einem Schauplatz der Bronx umfunktioniert. Mit einem Federstrich könnte man das im Rathaus lösen.“ (DER STANDARD - Printausgabe, 18./19. November 2006)