New York - Der mit 17 Millionen Mitglieder größte US-Dienst America Online (AOL) betreibt auch die beliebteste Website weltweit, noch vor Yahoo und Microsoft. In seinem März-Ranking weist das amerikanische Forschungsinstitut Media Metrix für AOL.com insgesamt 31,5 Millionen Visits aus, Yahoo erreichte 31 Millionen und die Microsoft-Seite msn.com kam auf 21,5 Millionen Besucher. Gleich dahinter plazierten sich Go.com (21), Geocities (21), Netscape (20) und Excite (16,6) sowie microsoft.com (16) und Lycos (16 Mio. Visits). Auch in der Kategorie der Netzverbände liegt AOL mit 47 Mio. Visits weit von den Microsoft Seiten und (32 Mio.) und dem Lycos-Netzwerk (32), das in diesem Bereich durch Akquisitionen stark zulegen konnte. Yahoo liegt hier an vierter Stelle (31), vor dem Go Network (24) und GeoCities (21). Die Daten beinhalten sowohl Zugriffe von der Arbeit als auch von zuhause aus, rein europäische Dienste sind im Ranking der Top 50 nicht zu finden. http://www.mediametrix.com/PressRoom/Press_Releases/04_21_99.html Community-Sites Besonders interessant sind auch die Community-Sites wie Tripod, Angelfire oder Xoom.com und Bluemountainarts.com, die laut Media Metrix ein nachhaltiges und dramatisches Wachstum im Laufe des letzten Jahres vorzuweisen. So wuchs Angelfire etwa um 48,4 Prozent und Tripod um 40,4 Prozent seit April 1998 - und ließen mit diesen Wachstumsraten die heißesten Wettbewerber weit hinter sich. Zusammen bilden Tripod und Angelfire mit fünf Millionen Teilnehmern die weltgrößte Internet Community. Lycos http://www.lycos.com hat unterdessen bekanntgegeben, daß in Zukunft auf den Portal-Seiten Lycos und HotBot http://www.hotbot.com der "Open Directory"-Dienst von Netscape angeboten werden soll. "Open Directory" ist ein neuer und umfassender Index des Internet, der von Experten, Redakteuren und Computerfans zusammengestellt und bearbeitet wird. Rund 8.500 freiwillige Redakteure katalogisieren für den Verzeichnisdienst Internetseiten. Nach Angaben von Lycos greifen die meisten Internet Portal-Sites höchstens auf 200 Redakteure zurück. Netscape verlangt für die Einträge im "Open Directory" kein Geld, hofft aber auf zusätzliche Werbeeinnahmen durch steigende Besucherzahlen. (w&v/pte/Reuters)