Bild nicht mehr verfügbar.

Der Graben ist schon im Vorjahr zum "größten Ballsaal Europas" mutiert

Foto: AP/ LILLI STRAUSS
Mehr Lampen, mehr Geld, mehr Umsatz - Die Wiener Wirtschaft rechnet mit den höchsten Ausgaben fürs Fest seit Langem. Damit man _in die richtige Stimmung kommt, wird die _Effektbeleuchtung nach und nach erneuert ***

Wien – "Das ist schon ein_malig. Das hat keine andere Großstadt ähnlich flächendeckend", ist die Präsidentin der Wiener Wirtschaftskammer, Brigitte Jank, überzeugt. Jetzt soll diese flächendeckende Weihnachtsbeleuchtung in Einkaufsstraßen auch noch schöner werden – und gleichzeitig jungen Designern Chancen bieten.

Sechs Einkaufsstraßen werden heuer ihre Weihnachtsbeleuchtung erneuern und dabei auf neues Design setzen. Sie wählten aus einem Pool aus, in den im Vorjahr beim Wettbewerb "Light up" 65 Projekte eingereicht worden waren.

Neue Lichterstraßen

Goldschmiedgasse und Jasoimirgottstraße werden heuer einen festlichen Lichterhimmel installieren, den Robert Karrer von Blachere Illumination entworfen hat. Die Hietzinger Hauptstraße bekommt einen neuen Sternenhimmel von Katja Kammerer und Tanja Weinmüller. Die Josefstädter Straße wiederum hat magische Lichtkugeln von element design – Stephan Breier und Johannes Scherr – gewählt. Die Reindorfgasse bekommt "magische" Lichterketten von Hannes Rossbacher. Für die Simmeringer Hauptstraße hat Franz-Josef Müller einen leuchtenden Märchenwald entworfen. Und das Stuwerviertel hat sich in die leuchtenden Schneeflocken des Designer-Duos Marie Rahm und Monica Singer "verliebt", wie Jank berichtet.

"Größter Ballsaal Europas"

Der Graben ist schon im Vorjahr zum "größten Ballsaal Europas" mutiert – auch wenn die riesigen Weihnachts_kandelaber frappant jenen ähneln, die in der Londoner Oxford Street aufgehängt werden (der Standard berichtete ).

Für 2007 haben sich bereits Kärntner Straße, Rotenturmstraße, Landstraßer Hauptstraße, Neubaugasse, Meidlinger Hauptstraße und das Volksopernviertel für ein neues Illuminationsdesign angemeldet. Wünsche für 2008 werden angenommen. "Bis 2010 wollen wir die Wiener Weihnachts_beleuchtung flächendeckend erneuern", ist Janks Ziel. Und das soll mit insgesamt 2,5 Millionen Euro gefördert werden. Heuer stellen dafür die Wirtschaftskammer 300.000 und die Stadt Wien 200.000 Euro zur Verfügung.

Die Beleuchtungserneuerung hilft Strom sparen. Denn die über 600.000 Beleuchtungselemente, die jetzt zum Einsatz kommen werden, sind überwiegend Leuchtdioden, die weniger Energie verbrauchen und bis zu 50-mal länger "leben" als eine Glühbirne.

Punschstände Unten drunter soll sich allerdings nicht viel ändern – zumindest was die Zahl der Punschstände betrifft. "Auf dem Stephansplatz wird heuer kein Punschstand stehen, das ist Faktum. Aber das war's auch schon", kommentiert die Wirtschaftskammerpräsidentin die Bestrebungen der City-Vorsteherin Ursula Stenzel zur Entpunschung der Inneren Stadt. Jank: "Ich glaube, die Anzahl der Stände ist genau richtig. Die gehören auch zum weihnachtlichen Erleben in der Stadt." (Roman David-Freihsl, DER STANDARD Printausgabe 23.11.2006)