Wien - Bei der fünften und letzten Jahres-Sitzung der gemeinsamen Kommission von ORF und Österreichischem Filminstitut (ÖFI) wurde vergangene Woche die Unterstützung für sechs neue Kinoprojekte beschlossen. Laut ORF-Aussendung gehen im Rahmen des Film/Fernsehabkommens rund 1,31 Millionen Euro Herstellungs- und Innovationsfinanzierung an fünf Spielfilmprojekte und eine Dokumentation.

Unterstützt wird "Falco - Verdammt wir leben noch" von Regisseur und Drehbuchautor Thomas Roth, eine Koproduktion der MR Film mit Constantin Film, bei der Robert Stadlober den verstorbenen österreichischen Popstar spielt, sowie Michael Glawoggers Verfilmung des Josef Haslinger-Romans "Das Vaterspiel" (Koproduktion von Lotus Film mit TAT Film).

Spielfilmdebüts

Ebenso gefördert werden die Spielfilmdebüts der iranischstämmigen Videokünstlerin Shirin Neshat ("Summer 1953", eine internationale Koproduktion von Coop 99 mit deutschen und französischen Partnern nach Motiven des Romans "Women without Men" der iranischen Autorin Shahrnoush Parsipour) und des jungen, mit seinem Kurzfilm "(A)Torsion" erfolgreichen serbischen Regisseurs Stefan Arsenijevic ("Liebe und andere Verbrechen", eine tragikomische Liebesgeschichte in der Plattenbausiedlung Neu-Belgrads, bei der Amour Fou der österreichische Partner einer deutsch-serbischen Koproduktion ist).

Auch das neue Dokumentarfilmprojekt der belgischen Regisseurin Nathalie Borgers ("Das Arrangement", "Kronenzeitung - Tag für Tag ein Boulevardstück") erhält eine Förderung: Für "Die Frauenkarawane der Toubou" begleitet sie die Frauen des afrikanischen Nomadenvolkes der Toubou auf einer 1.500 Kilometer langen Reise. Die Dreharbeiten zu dieser Produktion unter Federführung der Wiener Lotus-Film mit französischen und belgischen Kopartnern sollen im Niger stattfinden.

Für "Für einen Augenblick Freiheit", das erste Spielfilmprojekt des in Wien lebenden gebürtigen Iraners Arash T. Riahi ("Exile Family Movie"), wurde eine Mittelaufstockung beschlossen: Die Produktion von WEGA Film (mit französischen Partnern) ist ein Drama über die Odyssee mehrerer Flüchtlinge auf dem Weg in das gelobte Land der Freiheit. (APA)