Wien - Nach der Affäre um ein umstrittenes und letztlich geplatztes Eisenbahnprojekt im Iran droht dem verantwortlichen ÖBB-Manager, Alexius Vogel, die Entlassung. Der Vorstand der ÖBB-Holding, Martin Huber, hat dies Dienstagabend in der ZiB 2 als eine mögliche Konsequenz genannt. Jedenfalls sei Vogel am Dienstag vorerst vom Dienst suspendiert worden. Das Ergebnis der internen Überprüfung der Causa wird laut Huber in einer Woche vorliegen. Dann soll über die weitere Vorgangsweise entschieden werden. Vogel hatte im Frühsommer damals noch als Geschäftsführer der ÖBB-Tochter Austrian Rail Consulting and Construction (ARCC) einen Vorvertrag zum Bau, Finanzierung und Betrieb einer 70 km langen Schnellbahnverbindung im Großraum Teheran unterzeichnet. Weil das Projektvolumen von 800 Mio. Euro für die ÖBB nicht leistbar war und auch wegen der prekären weltpolitischen Situation bemühen sich die Bundesbahnen derzeit, die Vereinbarung wieder rückgängig zu machen. (APA)