Wien - Die Vorschläge von Finanzminister Karl-Heinz Grasser zum Füllen der Finanzierungslücken in der Infrastruktur sind nach Meinung von SPÖ-Budgetsprecher Christoph Matznetter nicht genug. Die geplanten zusätzlichen Bundeszuschüsse für den Bahnbau miteingerechnet würde der Schuldenstand von Bahn, Asfinag und Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) in Summe bis 2010 von 20 auf 28 Mrd. Euro ansteigen. 2011 stünde der künftige Finanzminister damit vor großen Problemen.

"Das ist ein gewaltiges Problem, das die nächste Regierung lösen muss, weil es in den vergangenen vier Jahren nicht gelöst worden ist", sagte Matznetter am Mittwochnachmittag zur APA. Grasser hatte in seinem Kassasturz für 2006 bis 2010 einen Bundeszuschuss von durchschnittlich rund 100 Mio. Euro zum Bahnbau und einen weiteren Beitrag von 50 Mio. Euro für den Ankauf neuer Züge 2008 eingeplant, der in der Folge 2009 auf 75 und 2010 auf 100 Mio. Euro steigen soll. "Das wird bei weitem nicht ausreichen", erklärte Matznetter.

Wie die Finanzierungsvorschläge der SPÖ aussehen, wollte er am Mittwoch nicht erläutern. Das sei Gegenstand der Regierungsverhandlungen. Verkehrsverhandler der SPÖ hatten vor einem angekündigt, dass zumindest der Bahnbau in Zukunft wieder direkt aus dem Bundesbudget finanziert werden könnte. (APA)