Rom - Rom widmet dem Werk von Adolf Loos (1870-1933) eine große Ausstellung in der Nationalen Galerie moderner Kunst. In Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Historischen Institut in Rom und der Albertina in Wien stellt die Galleria Nazionale d'Arte Moderna vom 7. Dezember bis zum 11. Februar 2007 zum ersten Mal dem italienischen Publikum eine umfassende Auswahl von Entwürfen und Bauten vor, welche die wesentlichen Entwicklungsstufen von Loos' Arbeit nachvollziehen. Mit Hilfe von eigenhändigen Zeichnungen, Modellen, zeitgenössischen Fotografien und Einrichtungsgegenständen können die bedeutendsten Arbeiten miteinander verglichen werden.

Die Ausstellungsstücke stammen zu einem guten Teil aus dem Loos-Archiv der Albertina und von anderen Wiener Museen und Leihgebern. In fünf Sektionen mit Entwürfen für Wettbewerbe, realisierten Bauten, Inneneinrichtungen und Gebrauchsgegenständen repräsentieren sie mehr als 40 Bauwerke. Insgesamt sind 190 Objekte ausgestellt, davon 66 eigenhändige Zeichnungen, viele weitere zeitgenössische Dokumente, 20 rekonstruierende Modelle, davon ein originales aus dem Archiv des Architekten, und 90 Abzüge von zeitgenössischen Fotografien.

Anhand der großen Sammlung häufig unpublizierter Fotografien im Archiv der Albertina werden die wichtigsten Etappen in der Biographie Adolf Loos' verfolgt. Die Auswahl umfasst Porträts, Titelblätter der wichtigsten Publikationen und Plakate für die zahllosen Vorträge, mit denen Loos die öffentliche Diskussion in Wien und in einigen anderen bedeutenden Städte Europas entzündete.

Vorgestellt werden auch drei Entwürfe, die für internationale Wettbewerbe ausgearbeitet, aber nie umgesetzt wurden. Es handelt sich um den berühmten Entwurf für den Chicago Tribune Tower sowie um jene für das Rathaus von Mexiko-Stadt und für das Grand Hotel Babylone in Nizza.

Ein Teil der Schau ist dem berühmtesten seiner Bauwerke gewidmet, dem Loos-Haus am Michaelerplatz in Wien, das er 1911 für die Schneiderei Goldman & Salatsch errichtet hatte. Kuratoren der Ausstellung sind Richard Bösel und Vitale Zanchettin. Parallel zur Schau werden eine Vortragsreihe und Video-Dokumentationen im Österreichischen Historischen Institut in Rom veranstaltet. (APA)