Wien - Der deutsche Telekomanbieter Avaya will in Österreich 60 der 145 Stellen streichen. Begründet wird dies mit Rationalisierungen im Vertrieb. Gleichzeitig sollen in anderen Bereichen bis zu 20 Personen dazu kommen, so das Unternehmen am Donnerstag.

Für die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) ist dies ein "Kostensenkungsprogramm, das allein auf Kosten der Belegschaft geht". "Mit dieser Politik gefährdet das Unternehmen seine eigene Zukunft in Vertrieb und Service", so der stv. GPA-Bundesgeschäftsführer Karl Proyer in einer Aussendung.

Avaya hatte 2004 den Frankfurter Telekomanbieter Tenovis - vormals Telenorma - übernommen. "Avaya verdreifacht damit sein europäisches Geschäft nahezu und wird nach Alcatel und Siemens drittgrößter Firmen-Kommunikations-Ausrüster in Europa", hieß es damals. In Österreich war Tenovis mit 200 Mitarbeitern und einem Umsatz von 30 Mio. Euro auch als Drehscheibe für Osteuropa tätig. (APA)