Wien - Die seit Herbst 2004 an der Wiener Börse gelistete Sport-Wettbörse Betbull mit Sitz in London hat in den ersten drei Quartalen 2006 einen Betriebsverlust nach Steuern von 1,8 Mio. Euro ausgewiesen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag bei minus 0,58 Mio. Euro. Vergleichszahlen fürs Vorjahr wurden nicht bekannt gegeben. Die Umsätze stiegen im Vergleich zur Vorjahresperiode um 60 Prozent auf 63,8 Mio. Euro. Diese Zahlen gab das Unternehmen am Freitag ad hoc bekannt.

Die Netto-Spielumsätze kletterten von Jänner bis September um 83 Prozent auf 10,8 Mio. Euro. Per Ende September verfügte Betbull nach eigenen Angaben über Barmittel von rund 7,3 Mio. Euro.

Investitionskosten

Als Grund für die Verluste gab das Unternehmen Investitionskosten an, unter anderem durch Start-up-Kosten in Spanien sowie Kosten für Restrukturierungsmaßnahmen in Gibraltar. Das Unternehmen besitzt Lizenzen für Großbritannien, Österreich, Malta, Deutschland und Spanien. Betbull erzielt 96 Prozent seiner Spieleinnahmen durch Wettbüros.

Betbull wurde 2004 als Joint Venture des börsenotierten österreichischen Wettanbieters bwin - früher betandwin - und der britischen Fun Technologies gegründet. Beide Unternehmen hielten mit Ende 2005 je rund 20 Prozent, weitere 10 Prozent hielt das Management, der Rest befand sich in Streubesitz. Betbull hat Ende 2005 das Grundkapital um 4 Mio. Euro erhöht.

Im Geschäftsjahr 2005 schrieb Betbull tiefrote Zahlen. Bei einem Netto-Gaming-Umsatz von 2,7 Mio. Pfund (3,88 Mio. Euro) verbuchte das Unternehmen damals einen operativen Verlust von 2,8 Mio. Pfund (4,02 Mio. Euro). (APA)