Delhi - Die Clinton Foundation hat ein Abkommen ausgehandelt, das die Behandlung gegen HIV/Aids für Kinder billiger machen wird. Der frühere US-amerikanische Präsident stellte die Details bei einer Ansprache in einem Krankenhaus in Delhi vor. Zwei indische Pharmaunternehmen werden insgesamt 19 antiretrovirale Medikamente liefern, deren Kosten um 45 Prozent geringer sein werden. Die billigen Medikamente werden laut Stiftung in 62 Entwicklungsländern in Afrika, Asien, Lateinamerika und der Karibik zur Verfügung stehen.

Eines der Medikamente, das die führenden indischen Pharmaunternehmen Cipla und Ranbaxy herstellen, wird als "neues kinderfreundliches Präparat" beschrieben und laut BBC pro Jahr und Kind weniger als 60 Dollar kosten. Die von Frankreich, Brasilien, Chile, Norwegen und Großbritannien ins Leben gerufene Hilfsinitiative Unitaid unterstützt das Programm laut Clinton Foundation mit 35 Millionen Dollar. Clinton betonte in seiner Ansprache, dass derzeit nur eines von zehn Kindern die erforderliche Behandlung erhält.

In Delhi stellte der Expräsident das nationale Programm der Bundesregierung zur Behandlung von Kindern mit HIV vor. Erklärtes Ziel ist es, in Indien die Anzahl der behandelten Kinder von weniger als 2.000 im September bis Ende März auf 10.000 zu erhöhen. In allen Einrichtungen, die Erwachsene behandeln, soll ein entsprechendes Angebot für Kinder vorhanden sein. Mehr als fünf Mio. Inder sind infiziert. Laut den Vereinten Nationen ist Indien damit weltweit das Land mit den meisten infizierten Menschen. Die 2002 gegründete Clinton Foundation stellt technische und finanzielle Unterstützung für den Kampf gegen HIV/Aids in den Mittelpunkt ihrer Arbeit. (pte)