London - Nach Schottland, Wales und Nordirland verbietet auch England das Rauchen in Gaststätten, öffentlichen Einrichtungen und am Arbeitsplatz. Das Verbot gelte vom 1. Juli an, sagte die britische Gesundheitsministerin Patricia Hewitt am Freitag. Damit darf von Sommer an in ganz Großbritannien nur noch in Privaträumen oder unter freiem Himmel geraucht werden. Wales und Nordirland machen den Schritt am 1. April, in Schottland gilt bereits ein Rauchverbot.

Durch das Verbot werde das Leben zehntausender Menschen gerettet und die Gesundheit von noch mehr Menschen geschützt, sagte die britische Gesundheitsministerin. Zudem wolle die Regierung mit der Maßnahme Raucher ermutigen, die Sucht aufzugeben.

Das englische Rauchverbot erfasst Büros, Fabriken, Verkaufsgeschäfte, Pubs, Restaurants, Privatclubs, Einrichtungen des öffentlichen Verkehrs und Firmenfahrzeuge, die von mehr als einer Person genutzt werden. Viele Pubs haben sich auf die Maßnahme bereits mit Raucher-Unterständen im Hof oder vor der Tür vorbereitet.

Raucherräume in Betrieben müssen dem Gesetz zufolge aufgegeben und die Arbeitnehmer in Zukunft für die Zigarettenpause ins Freie geschickt werden. Ob dort, wie in anderen Ländern mit Rauchverbot notwendig geworden, zusätzlich Aschenbecher montiert werden, ist noch ungeklärt.

In Europa haben unter anderem bereits Irland, Italien und Lettland ein gleich rigides Rauchverbot. (Reuters, red/D ER S TANDARD , Print-Ausgabe, 2./.3.12. 2006)