Wiener Neustadt - Ein missglücktes Landemanöver gilt mittlerweile als Grund für einen Heißluftballon-Absturz Samstagvormittag in Hochneukirchen (Bezirk Wiener Neustadt). Nach Angaben der NÖ Sicherheitsdirektion entschloss sich der Pilot auf Grund der um 11.00 Uhr herrschenden Sicht- und Windverhältnisse dazu, zu landen. Vermutlich bedingt durch eine Windböe wurde der Ballon hinuntergedrückt und der Korb streifte eine Hochspannungsleitung. Alle fünf Personen an Bord wurden verletzt, zwei davon schwer.

Der Ballon war um 9.00 Uhr in Bad-Waltersdorf (Bezirk Hartberg) gestartet, zur selben Zeit hob auch ein zweites Fluggerät des "1. Österreichischen Montgolfieren- und Aerostatic-Club" ab. Die beiden Luftgefährten hatten die selbe Flugrichtung, lediglich einem Ballon - mit insgesamt sechs Personen an Bord - gelang allerdings eine problemlose Landung, ebenfalls bei Hochneukirchen.

Der zweite Ballon, der mit insgesamt fünf Personen besetzt war, schlitterte nach der Kollision über eine Fahrbahn und setzte auf einem Getreidefeld auf. Der 58-jährige Pilot wurde vermutlich durch den Propangasbrenner des Heißluftballons verletzt. Er erlitt Verbrennungen im Gesicht und an den Armen. Der Mann wurde mit dem Notarzthubschrauber Christophorus 3 ins AKH nach Wien geflogen, teilte der ÖAMTC mit.

Ein 41-Jähriger erlitt bei dem Manöver einen Rippenbruch. Der Mann wurde ins Spital ins burgenländische Oberwart eingeliefert, berichtete Stefan Spielbichler, Sprecher der NÖ Rettungsleitstelle LEBIG. Im selben Krankenhaus befanden sich zunächst auch die übrigen Insassen. Zwei Männer (31 und 46 Jahre alt) wurden ebenso wie eine Frau (29) nach ambulanter Betreuung entlassen. (APA)