Wien - Die Kapitalerhöhung der AUA ist abgeschlossen, ab Dienstag werden die jungen Aktien an der Wiener Börse gehandelt. Die Emission im Volumen von 51,68 Mio. Aktien war laut AUA 1,8-fach überzeichnet. AUA-Chef Alfred Ötsch sprach heute, Montag, im ORF-Radio von einem "tollen Erfolg". Ein Teil des frischen Kapitals wird für ein 87 Mio. Euro schweres "Sozialpaket" verwendet, das einen "Golden Handshake" für Mitarbeiter vorsieht, die das Unternehmen freiwillig verlassen. Ab 2009 seien daraus jährliche Einsparungen von 40 Mio. Euro zu erwarten.

Knapp 367 Mio. Euro hat die AUA-Kapitalerhöhung bis Freitag durch die Ausgabe junger Aktien in die Kassen der Fluggesellschaft gespült. Unterm Strich sind es freilich weniger: Allein 18,5 Mio. Euro fließen laut "Wiener Zeitung" (Dienstagausgabe) an Transaktionskosten an die Investmentbanken Merrill Lynch und CA-IB und andere Dienstleister. Weiters sind "etliche Millionen" durch Gewährung von Rabatten an Kleinaktionäre abzuziehen.

Bis zu 1.000 gezeichneten Jungaktien gibt es 10 Prozent Preisnachlass, bei weiteren bis zu 1.000 Stück 5 Prozent. Beim Kauf selbst fallen für Kleinanleger keine banküblichen Spesen an. Der Rabatt wird allerdings erst knapp vor Weihnachten fällig, genannt wurde der 20. Dezember. Zudem müssten sich Aktionäre "selber darum kümmern".

Vorstand kaufte um 213.000 Euro

Der dreiköpfige AUA-Vorstand hat - wie im Vorfeld der Emission vereinbart - insgesamt 30.000 neue Aktien im Gegenwert von 213.000 Euro gekauft. Peter Michaelis, AUA-Präsident und ÖIAG-Alleinvorstand, zeichnete 5.000 Stück im Wert von 35.500 Euro. Die staatliche ÖIAG, mit 39,7 Prozent Hauptaktionär der AUA, musste für ihr volles Mitziehen an der Kapitalerhöhung 146,3 Mio. Euro flüssig machen. Zusammen mit ihren Syndikatspartnern (Raiffeisen, Bawag, Wiener Städtische und AVZ) sichert die Verstaatlichten-Holding mit 50 Prozent und einer Aktie weiter eine österreichische Mehrheit. (APA)