Wien - Die Schwerpunktaktion des Gesundheitsministeriums, die nach Verunreinigungen von Hirseprodukten mit giftigen Stechapfelsamen eingeleitet wurde, ist Ende November fast abgeschlossen. Mehr als 200 Lebensmittel-Proben wurden bisher untersucht, berichtete der ORF.at am Mittwoch. Insgesamt 288 Proben wurden laut Gesundheitsministerium gezogen. 86 Produkte müssen noch kontrolliert werden. Grenzwert: Drei Samen

Bei sechs Hirse-Produkten wurden bedenkliche Mengen an Stechapfelsamen gefunden. Drei Samen pro Kilogramm Hirse gelten als Grenzwert für Verunreinigungen, so Jürgen Beilein, Sprecher im Gesundheitsministerium.

Betroffne Betriebe

Die Firmen, bei denen bedenklich verunreinigte Hirse verarbeitet oder verkauft wurde, befinden sich in den niederösterreichischen Bezirken Grimmenstein, Hollabrunn und Amstetten. Auch zwei Betriebe in Kitzbühel und in Völkermarkt in Kärnten sind betroffen. Bei dem sechsten Unternehmen handelt es sich um einen kleinen Betrieb, der nur in der eigenen Ortschaft Produkte verkauft haben soll.

Keine neuen Fälle seit November

Seit November seien keine neuen Fälle bekannt geworden, so Oskar Wawschinek von der AGES gegenüber dem ORF.

Der Grund für die Verunreinigung dürfte bei der Verarbeitung der Hirse liegen. In einigen Betrieben habe man das Getreide offenbar nicht genug gesäubert, so der Sprecher. Alles deute darauf hin, dass die Stechapfelsamen kein generelles Problem bei Hirseprodukten seien. Laut dem Gesundheitsministerium soll Hirse nach Abschluss der Schwerpunktaktion weiterhin nach dem normalen Prüfplan auf Stechapfelsamen kontrolliert werden. (APA)